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Veranstaltung:

24.Juli 2017

Fischfang aus dem Aquarium?!

Überfischung, Aquakultur und die Rolle der Konsumenten
Lübeck, Medienzelt auf der Travemünder Woche, 17:00 - 18:00 Uhr

Rund ein Drittel der weltweiten Fischbestände sind bereits überfischt. Viele Arten wurden in den vergangenen 50 Jahren fast ausgerottet. Grund dafür ist zu großen Teilen der Beifang, quasi ein Abfallprodukt des Fischfangs. Aquakulturen helfen zwar, gefährdete Arten zu schützen und die steigende Nachfrage der Konsumenten zu bedienen. Sie bringen aber ähnliche Probleme mit sich wie die Massentierhaltung an Land: überzüchtete kranke Tiere, überdüngte Gewässer und Medikamentenrückstände im Filet. Daher stellt sich die Frage: Sind Aquakulturen eine nachhaltige Alternative oder werden sie selbst zum Problem?

Experten:
Prof. Dr. Carsten Schulz
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 

Dr. Marina Gebert
Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie EMB

Moderation:
Dr. Kathrin Adlkofer 
Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie EMB

Bildergalerie:
Eindrücke vom Abend in Lübeck-Travemünde

Hintergrund:
Was ist Aquaponik? (ARTE Doku)

Card Stack Überfischung:
Das Thema auf den Punkt gebracht

Diskussionsformat:
Science-Café


Im Science-Café bringen wir Bürger mit Experten ins Gespräch. Nach Impulsvorträgen unserer Experten tauschen sich die Teilnehmenden in angenehmer Caféhaus-Atmosphäre in kleiner Runde an ihren Tischen aus. Dort entwickeln sich Fragen und Ideen, die im Anschluss in großer Runde diskutiert werden.


Anfahrt:
Medienzelt auf der Travemünder Woche

Am 21.07.17 09:50 schrieb Arno Glauch (www.ra-glauch.de):
Da gibt es viele Gedanken, die sich teilweise auch widersprechen. Soweit die Fische mit Fischmehl und Fischen gefüttert werden ( zumindest die Raubfische ), führt uns das ja bei der Überfischungsproblematik nicht weiter. Offene Systeme im Meer führen zur Vermischung mit Wildbeständen, so dass es allein schon deshalb keine Option ist. Geschlossene Systeme , möglichst ohne Medikamente und mit besten Filteranlagen, bieten schon Chancen auf eine nachhaltige Erzeugung. Wenn der weltweite Bedarf weiter so steigt ( und wir ihn erfüllen wollen ), werden wir das kaum anders machen können.
Dabei ist sehr wünschenswert, wenn es sich um jeweils artgerechte Haltung handeln würde. Was das bei den einzelnen Fischen bedeutet, dafür brauchen wir ( zoologische ) Expertise.
Wenn dann noch die Abwässer als Pflanzennahrung genutzt wird, kann sich das wirklich als zukunftsfähig darstellen.
Mir ist es lieber, einen frischen artgerecht gehaltenen Fisch aus einer regionalen geschlossenen Aquakulturanlage zu essen, als ein mit Medikamenten vollgestopftes gefrorenes anonymes Massentierhaltungsprodukt aus dem Unbekannt oder Mekong-Delta.
Am 18.07.17 18:32 schrieb Ralph O. Schill:
Ist eine "offene" Aquakultur in Seen und Meeren noch vertretbar? Sollten nicht grundsätzlich nur noch geschlossene System genutzt werden?

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