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Viele wertvolle Rohstoffe sind in den Tiefen der Ozeane zu finden. Manganknollen zum Beispiel wachsen am Meeresgrund. Sie sollen die neue Metallquelle für unsere technologisierte Gesellschaft werden. Gebirge am Meeresboden gelten mit ihren „Schwarzen Rauchern“ als Goldgruben der Tiefsee. Mit diesen Bodenschätzen könnte einerseits der Rohstoffbedarf der Industrie gestillt werden, andererseits wird durch den hoch komplexen Abbau der Lebensraum von Tieren und Pflanzen zerstört. Die langfristigen Folgen des Tiefseebergbaus sind für die Lebewesen nicht abzuschätzen.

Experten:
Prof. Dr. Karsten Haase
Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhlinhaber Endogene Geodynamik

Dr. Ulrich Schwarz-Schampera
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

Moderation:
Philipp Schrögel
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Video:
Die Highlights der Diskussion

Chancen, Risiken, offene Fragen:
Das sagt Erlangen!


Experten:

  • Haase: „Wir sind weit davon entfernt die Technik zu haben, um die Rohstoffe vom Meeresgrund abzubauen.“
  • Schwarz-Schampera: „Es ist besser am Meeresboden die Rohstoffe abzubauen als an Land, wo dadurch Konflikte und Armut verstärkt werden.“
  • Haase: „Manganknollen einzusammeln ist problematisch, weil es in einem ökologisch sensiblen Bereich geschieht und über Jahrzehnte dem Ozean schadet.“
  • Schwarz-Schampera: „Manganknollen sind ein nahezu perfekter Rohstoff. Die Gewinnung und Aufbereitung sind aber kompliziert.“ 


Bürger:

  • „Man weiß nicht, wie das Ökosystem in solchen Tiefen auf einen Rohstoffabbau reagiert.“
  • „Die grundsätzliche Frage ist, ob nicht weniger Konsum die bessere Alternative ist, anstatt neue Regionen zum Abbau zu erschließen.“
  • „Wie wird in internationalen Kooperationen gesichert, dass auch die kleineren Staaten von der Erkundung und dem möglichen Abbau der Rohstoffe aus der Tiefsee profitieren?“
  • „Es ist schwer vorstellbar, dass Industriestaaten die Rohstoffe aus der Tiefsee fair aufteilen und die kleineren Staaten dabei fair und angemessen berücksichtigen.“
  • „Wie kann sichergestellt werden, dass auch bei Erkundungen und Rohstoffabbau aus der Tiefsee internationale Umweltstandards eingehalten werden, wo man schon bei der internationalen Schifffahrt feststellen muss, dass die Emissionsobergrenzen für Containerschiffe – beispielsweise – deutlich strikter innerhalb der staatlichen Gewässern sind.“
  • „Welche Rolle spielen Satelliten bei der Kartierung der Weltmeere?“

Bildergalerie:
Eindrücke vom Abend in Erlangen

Hintergrund:
Manganknollen - Schatzsuche im Meer

Diskussionsformat:
Wissenschaft im Fokus

Kurz und knackig – darum geht es bei Wissenschaft im Fokus. Vier bis sechs Forscherinnen und Forscher oder Forschungsteams stellen sich, ihr Projekt und ihre Ergebnisse zu einem bestimmten Thema vor, und zwar möglichst kreativ und anschaulich. Das Publikum notiert während der Präsentationen (und auch während der anschließenden Diskussion) all seine Fragen und Anmerkungen auf Notizzetteln, diese werden eingesammelt, vom Moderator vorsortiert, gebündelt und in die Diskussion gegeben. Keine doppelten Fragen, keine ausufernden Einleitungen – so können (fast) alle Beiträge aus dem Publikum berücksichtigt werden. Und sollte doch noch etwas offen bleiben, werden diese Fragen im Anschluss auf der Diskussionsplattform veröffentlicht und dort von den Forscherinnen und Forschern beantwortet. Den Hintergrund dieses Dialogformats lieferte die Veranstaltung Fokus Neukölln, welche erstmals im vergangenen Jahr von WiD, dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und der Bürgerstiftung Neukölln durchgeführt wurde. Dabei standen Forschungsprojekte rund um den Berliner Bezirk Neukölln im Mittelpunkt.


Anfahrt:
E-Werk Erlangen





Am 24.10.16 13:43 schrieb Peter Klusmann:
Sehr geehrte Damen und Herren, bei meinem Besuch der MS Wisenschaft am 25. Juni 2016, in Hannover, war ich von der Ausstellung total begeistert. Dort habe ich auch das erste mal von Manganknollen und den Abbauplänen in der Tiefsee erfahren. Wie kann die Wissenschaft ernsthaft in Erwägung ziehen, Manganknollen für unseren "Wohlstand" abzubauen. Wenn die Knollen so langsam wachsen sind sie nach dem Abbau unwiederbringlich. Wie geht es dann mit unserem "Wohlstand" weiter?. Jahrelang sind wir für unseren "Wohlstand" ohne Tiefsee ausgekommen und haben uns an den schönen und seltenen Aufnahmen erfreut. Warum bleibt die Tiefsee nicht unberührt? Die Lebewesen in der Tiefsee würden sich bestimmt freuen, wenn wieder Ruhe einkehrt.
Die Arktis, kaum ist das Eis geschmolzen spielt die Wirtschaft verrückt. Ich wünsche mir das nicht alles ausgeschöpt wird was technisch möglich ist, sondern das diese einmalige Natur geschütz wird, auch wenn das Eis weiter schmilzt. Meine Ansicht ist vielleicht sehr naiv aber wir sind nur Gast auf diesem schönen Planeten und wir benehmen uns als wenn wir alles im Überfluss haben, ich wünsche mir das wir einmal anhalten und uns neu justieren.
Der Kabarettist Werner Schneyder hat einmal gesagt: "So blöd ist kein Baum, das er unendlich in den Himmel wächst". Es bezog sich auf eine Frage des wirtschaftlichen Wachstums.
Leider kann ich an der Veranstaltung nicht teilnehmen doch ich wünsche Ihnen eine schöne, sachliche Diskussion mit vielen unbequemen Fragen und Anregungen,
mit freundlichen Grüßen
Peter Klusmann aus Hannover

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