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Die Diskussionsformate

Bei Wissenschaft kontrovers gibt es keine Frontalvorträge. Wir wollen wissenschaftlich informierte Diskussionen führen – und zwar mit allen Interessierten, auch und insbesondere über umstrittene Aspekte des jeweiligen Themas. Für dynamische Diskussionsveranstaltungen auf Augenhöhe sorgt ein breites Portfolio an interaktiven Diskussionsformaten.

Fishbowl-Diskussion

Offen und gleichberechtigt – die kreisförmige Sitzordnung der Fishbowl erlaubt es allen Anwesenden, jederzeit zwischen Diskussionsrunde und Zuschauerrolle zu wechseln, so dass eine dynamische Gesprächsatmosphäre entsteht.

Bei einer Fishbowl-Diskussion sitzen die eingeladenen Expert*innen und die Moderation in einem Kreis in der Mitte (vier bis fünf Stühle plus zwei freie Stühle); alle anderen Beteiligten sitzen in einem oder mehreren Stuhlkreisen rundherum. Es sprechen ausschließlich die Personen im inneren Kreis in Form einer moderierten Diskussion. Personen im Außenkreis hören zu, können sich aber jederzeit auf einen der zwei freien Stühle im Innenkreis setzen und mitdiskutieren. Die neu hinzugekommene Person hat direktes Rederecht, muss aber den Kreis verlassen, wenn eine andere Person aus dem Außenkreis etwas sagen möchte. In der Praxis entwickelt sich ein Kommen und Gehen, ohne dass dadurch die Debatte abbricht.

Fiktive Gerichtsverhandlung

Pro, Kontra und Entscheidungsfindung: Fiktive Gerichtsverhandlungen machen deutlich, dass Fragen über die Reichweiten und Grenzen der Wissenschaft eine gesamtgesellschaftliche Diskussion erfordern.

In einer fiktiven Gerichtsverhandlung soll über den Umgang mit kontroversen Themen verhandelt werden. Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Art Theaterstück mit offenem Ausgang: Die Handelnden sind sowohl Expert*innen, die sich aus verschiedenen Perspektiven mit dem jeweiligen Verhandlungsgegenstand beschäftigen und als Sachverständige in den Zeugenstand gerufen werden, als auch Jurist*innen, die die Rolle von Richter*in, der Anklage und der Verteidigung übernehmen. Auch das Publikum ist gefragt: Als Jury haben unsere Zuschauer*innen genügend Zeit für eine Diskussion mit den Sachverständigen und müssen letztlich eine Empfehlung an das Gericht abgeben. Im Zuge der Gerichtsverhandlung wird das Thema explizit von mehreren Standpunkten besprochen, um einen bestmöglichen Überblick zu verschaffen.

Science Café

Große Themen, kleine Runden: Das Science Café (oder auch: wissenschaftliche Nachtcafé) bringt unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Ansichten in Kontakt – und regt dazu an, gemeinsam Lösungen zu finden.

Beim Science Café sitzt das Publikum in der Regel an kleinen Kaffeetischen. Nach einer kurzen Einführung der Moderation in das Thema und die Vorstellung der Expert*innen gibt es eine „Aufwärmrunde“ im Publikum. Die Teilnehmenden machen sich untereinander am Tisch bekannt und unterhalten sich in Caféhaus-Atmosphäre über den Grund des Kommens. Ein oder zwei wissenschaftliche Referent*innen führen danach in das Thema ein und beleuchten unterschiedliche Aspekte. Im Anschluss diskutiert das Publikum untereinander anhand von zwei bis drei vorbereiteten Fragen. Nach dieser Runde werden Fragen an die Expert*innen gestellt und Standpunkte diskutiert. Die Moderation „holt“ diese Statements auch teilweise aktiv an den Tischen ab. Zum Abschluss holt die Moderation ein Blitzlicht bei den Anwesenden ein.

Unterhausdebatte

Auf die Plätze, fertig, los: Bei Unterhausdebatten ist das Publikum ständig in Bewegung. Auf diese Weise werden vielfältige Meinungsbilder ganz konkret sichtbar.

Bei der Unterhausdebatte stehen sich Expert*innen mit unterschiedlichen Ansichten zu einem bestimmten Thema gegenüber. Nach fünfminütigen Kurzvorträgen sind die Teilnehmenden gefragt, sich für eine Seite zu entscheiden und jeweils hinter den Expert*innen Platz zu nehmen. Im Anschluss adressiert die Moderation das Publikum mit einigen konkreten Unterfragen zum Thema, die in der Regel mit Ja oder Nein beantwortet werden können. Die Zuschauer*innen haben dann die Möglichkeit, ihre jeweilige Meinung durch erneute Sitzplatzwahl zum Ausdruck zu bringen. Die Unterhaus-Debatte orientiert sich am britischen House of Commons („Unterhaus“) und der dortigen Debattenform.

Interaktive Podiumsdiskussion

Podium und Publikum im engen Austausch: Bei unseren interaktiven Podiumsdiskussionen trifft gebündeltes Fachwissen auf vielfältige Meinungsbilder.

In der interaktiven Podiumsdiskussion werden unterschiedliche und konträre Perspektiven auf ein Thema gegenübergestellt. Die Podiumsgäste entwickeln ihre Positionen, diskutieren miteinander und suchen nach gemeinsamen Lösungen. Die Moderation leitet das Gespräch, arbeitet Gegensätze oder auch Punkte der Annäherung heraus. Wichtig im Vergleich zu einer klassischen Podiumsdiskussion ist die frühe Einbindung des Publikums. Bereits zu Beginn der Diskussion werden die Zuschauer*innen dazu aufgerufen, mit dem Live-Umfrage-Tool Mentimeter über kontroverse Fragen abzustimmen. Das Stimmungsbild des Publikums wird direkt in der laufenden Diskussion aufgegriffen. Darüber hinaus kann das Publikum Fragen und Einwände auf Karteikarten schreiben, die regelmäßig eingesammelt und an die Moderation weitergegeben werden.

Wissenschaftsvarieté

Abgefahren, aber nicht abgehoben: Wissenschaft, Varieté und Musik treten hier in einen kreativen Dialog – an dem natürlich auch das Publikum beteiligt ist.

In Salons trafen schon seit der Aufklärung Forschende auf Literaten, Musiker und bildende Künstler zum interdisziplinären Austausch. Bei diesem Format werden in entspannter Atmosphäre Themen diskutiert und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Zur Auflockerung werden Musikeinlagen geboten und Verbindungen in die Hoch- und Popkultur wie auch in die Geschichte auf unterhaltsame Weise aufgezeigt. Dies geschieht wortgewandt, schräg und musikalisch mit Darbietungen von Luftakrobaten, Jongleuren, Musikern wie auch literarischen Vorträgen oder Theaterinszenierungen.