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Die Diskussionsformate

Intelligence Squared
Mit der Option, schon vorher Statements der Experten zu kommentieren sowie über Social-Media Fragen zu stellen, kann man auf vielen Wegen an der Veranstaltung teilnehmen. Diskutiert wird dabei auf einem Podium und in vier Phasen: Zuerst stellen die Expertinnen und Experten ihre Standpunkte kurz dar. Dann dürfen sich die Expertinnen und Experten gegenseitig Fragen stellen und untereinander diskutieren. Im dritten Teil ist das Publikum gefragt: Es kann sich nun per Wortmeldung oder auch online in die Diskussion einbringen. Im letzten Teil darf jede Expertin und jeder Experte ein kurzes Schlussstatement halten. Das Format hat seinen Ursprung in der 2002 in London gegründeten Organisation Intelligence Squared. Sie veranstaltet weltweit Debatten zu gesellschaftspolitisch aktuellen und kontroversen Themen. Die mediale und vor allem interaktive Vor- und Nachbereitung ist ein Hauptmerkmal von Intelligence Squared. 

Science Café
Beim Science Café sitzt das Publikum in der Regel an kleinen Kaffeetischen. Nach einer kurzen Einführung der Moderation in das Thema und die Vorstellung der Expertinnen und Experten gibt es eine „Aufwärmrunde“ im Publikum. Die Teilnehmer machen sich untereinander am Tisch bekannt und unterhalten sich in Caféhaus-Atmosphäre über den Grund des Kommens. Ein oder zwei wissenschaftliche Referentinnen und Referenten führen danach in das Thema ein und beleuchten unterschiedliche Aspekte. Im Anschluss diskutiert das Publikum untereinander anhand von zwei bis drei vorbereiteten Fragen. Nach dieser Runde werden Fragen an die Expertinnen und Experten gestellt und Standpunkte diskutiert. Die Moderation „holt“ diese Statements auch teilweise aktiv an den Tischen ab. Hierzu liegen an jedem Tisch Stift und Papier bereit, damit die Gedanken der Gäste gleich festgehalten werden können. Zum Abschluss holt der Moderator ein Blitzlicht bei den Anwesenden ein. 

Wissenschaft im Fokus
Drei bis vier junge Forschende oder Forschungsteams stellen sich, ihr Projekt und ihre Ergebnisse zu einem bestimmten Thema in kurzen und anschaulichen Präsentationen vor. Die Forschenden werden hierfür vorab von der Moderation vor- und die Forschungsergebnisse kreativ aufbereitet. Das Publikum notiert während der Präsentationen Fragen und Anmerkungen auf Notizzetteln. Diese werden eingesammelt und hinter der Bühne sortiert. Die Moderation sucht spontan Fragen aus und trägt diese sowohl dem Publikum als auch den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vor. Fragen, welche nicht vorgetragen wurden, werden im Anschluss online veröffentlicht und können dort von den Forschenden beantwortet werden. Im Anschluss hat das Publikum die Möglichkeit, per Klatschen darüber abzustimmen, welche der Präsentationen ihnen am besten gefallen hat. Die Gewinnerin oder der Gewinner nimmt an der anschließenden Podiumsdiskussion mit weiteren eingeladenen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis teil. Hier ist nun auch das Publikum gefragt, sich mit Wortmeldungen zu beteiligen. Begleitet werden die Veranstaltung von einem Kameramann, der ein Highlight-Video mit Stimmen und Eindrücken vom Abend produziert. 

Die Fishbowl-Diskussion
Bei einer Fishbowl-Diskussion sitzen die eingeladenen Expertinnen und Experten und die Moderation in einem Kreis in der Mitte (vier bis fünf Stühle plus zwei freie Stühle); alle anderen Beteiligten sitzen in einem oder mehreren Stuhlkreisen rundherum (hiervon kann auch abgewichen werden, falls der Raum dies nicht zulässt). Es sprechen ausschließlich die Personen im inneren Kreis in Form einer moderierten Diskussion. Personen im Außenkreis hören zu, können sich aber jederzeit auf einen der zwei freien Stühle im Innenkreis setzen und mitdiskutieren. Der oder die neu Hinzugekommene hat direktes Rederecht, muss aber den Kreis verlassen, wenn eine andere Person aus dem Außenkreis etwas sagen möchte. In der Praxis entwickelt sich ein Kommen und Gehen, ohne dass dadurch die Debatte abbricht. Wahlweise können die Teilnehmenden vor und nach der Veranstaltung um ein Stimmungsbild mit dem Umfrage-Tool Mentimeter gebeten werden. So können Meinungsänderungen nachvollzogen werden. 

KI on Trial
In einer fiktiven Gerichtsverhandlung soll über den Umgang mit Künstlicher Intelligenz verhandelt werden. Schauspielerinnen und Schauspieler und/oder die Moderation stellen das Gericht, die Anklage und Verteidigung dar, Expertinnen und Experten fungieren als Gutachter, während das Publikum den vorgetragenen Argumenten als Jury zuhört. Nach der Verhandlung berät sich das Publikum und entscheidet ihrerseits über den überzeugendsten Umgang mit künstlicher Intelligenz. Das Format stellt einen leichten Zugang zu dem komplexen Themengebiet der künstlichen Intelligenz dar und bietet die Möglichkeit, das Thema auf anschauliche Art und Weise zu vermitteln. Als Jury hat das Publikum durchweg die Möglichkeit, Rückfragen zu stellen. Gleichzeitig wird das Thema explizit von mehreren Standpunkten besprochen, um einen bestmöglichen Überblick zu verschaffen. 

Wissenschaftsvarieté
Wissenschaft, Varieté und Musik werden in diesem Format verbunden. In Salons trafen schon seit der Aufklärung Forschende auf Literaten, Musiker und bildende Künstler zum interdisziplinären Austausch. Bei diesem Format werden in entspannter Atmosphäre Themen diskutiert, weiterverbreitet und neue Anregungen und Perspektiven gewonnen. Wissenschaftsfelder und Forschungsarbeiten werden aus ungewöhnlichen Perspektiven vorgestellt. Zur Auflockerung werden Musikeinlagen geboten und Verbindungen in die Hoch- und Popkultur wie auch in die Geschichte auf unterhaltsame Weise aufgezeigt. Dies geschieht wortgewandt, schräg und musikalisch mit Darbietungen von Luftakrobaten, Jongleuren, Musikern wie auch literarischen Vorträgen oder Theaterinszenierungen. Der Erkenntnisgewinn beim Publikum stellt sich so auf unterhaltsame Art und Weise ein. Die anwesenden Forschenden sind bei der Vorbereitung des Abends ebenfalls komplett eingebunden und gestalten diesen mit. Die 

Unterhausdebatte
Bei der Unterhausdebatte stehen sich zwei Expertinnen und Experten mit unterschiedlichen Ansichten zu einem bestimmten Thema gegenüber. Nach fünfminütigen Kurzvorträgen sind die Teilnehmenden gefragt, sich für eine Seite zu entscheiden und jeweils hinter den Expertinnen und Experten Platz zu nehmen. Im Anschluss adressiert die Moderation das Publikum mit einigen konkreten Unterfragen zum Thema, die in der Regel mit Ja oder Nein beantwortet werden können. Die Bürgerinnen und Bürger haben dann die Möglichkeit ihre jeweilige Meinung durch erneute Sitzplatzwahl zum Ausdruck zu bringen. Im Anschluss holt die Moderation Begründungen zur Entscheidung aus dem Publikum und Einschätzungen seitens der anwesenden Expertinnen und Experten ein. Die Unterhaus-Debatte orientiert sich am britischen House of Commons („Unterhaus“) und der dortigen Debattenform. Sie ist eine Möglichkeit der Diskussionsgestaltung, in der sich die Positionen zu einer kontroversen Frage unmittelbar gegenüberstehen.